Fahrzeuge der Aussichtsbahn

Unsere Schienenbusse...

... werden liebevoll auch als „Ferkeltaxen“ benannt. Im Einsatz waren sie ursprünglich vor allem in ländlichen Regionen. Daher stammt wohl die Bezeichnung „Ferkeltaxe“ – die Bauern sollen damit Ferkel zum Markt gefahren haben. Überliefert sind auch die Spitznamen „Blutblase“ oder „Sandmännchenzug“ für die dunkelrot lackierten Fahrzeuge, sowie „Pfeffi“ oder „Kühlschrank“ für die mintgrün-weißen Exemplare.
Es handelt sich hierbei um Leichtverbrennungstriebwagen (LVT), die Ende der 1950er Jahre in der DDR entwickelt und zwischen 1963 und 1970 in Bautzen und Görlitz gefertigt wurden. Ergänzend zu den Triebwagen wurden Beiwagen, später auch Steuerwagen (Beiwagen mit Führerstand zur Fernsteuerung des Triebwagens) hergestellt. Als Einzelfahrzeug oder mehrteilige Einheit sollten sie den Betrieb auf den Nebenbahnen rationeller gestalten und durch ihre Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h auch eine Durchbindung der Zugläufe über anschließende Hauptstrecken in die nächstgrößeren Städte sicherstellen.
Anfang der 1990er Jahre unterzog man die Fahrzeuge einer umfassenden Modernisierung (neue Motoren und Getriebe, verbesserte Beleuchtung, Beschallungsanlage, vom Fahrgastraum abgetrennte zeitgemäße Führerstände, stoffbezogene Sitzbänke), äußerlich erkennbar an der damals aktuellen mintgrün-weißen Regionalbahn-Farbgebung. Nach 2003 endete der planmäßige Einsatz der Fahrzeuge, viele wurden verschrottet. Eine größere Anzahl wurde nach Rumänien, Kuba und Nigeria verkauft und steht dort teilweise noch heute im Einsatz. Mehrere Betreiber in Deutschland konnten ebenfalls Fahrzeuge erwerben. Unsere „Ferkeltaxen“ gehören der „Eisenbahnnostalgie Vogtland“ in Irfersgrün und werden vom Eigentümer Maik Pester oft auch selbst auf der Strecke der Erzgebirgischen Aussichtsbahn gefahren.

Weitere Informationen unter www.eisenbahnnostalgie-vogtland.de

Unsere Dampflok 50 3616-5 ...

... gehört ebenfalls dem VSE e. V. in Schwarzenberg.
Unser „Zugpferd“ wurde 1940 in der Lokomotivfabrik Schichau in Elbing (heute Elblag/Polen) als eine von über 3.000 dieser Baureihe gefertigt. Die Deutsche Reichsbahn unterzog im Jahre 1960 auch die Lok 50 453 einer umfangreichen Rekonstruktion (u. a. leistungsfähigerer Kessel) und benannte sie in 50 3616 um. Ursprünglich als Güterzuglokomotive entwickelt, kam unsere „50er“ bis zum Ende des Dampflokeinsatzes bei der Deutschen Reichsbahn im Jahre 1988 oft auch in und um Aue vor Personenzügen zum Einsatz. Seit 1993 wird die vereinseigene Dampflok im Eisenbahnmuseum Schwarzenberg liebevoll gehegt und gepflegt.
50 3616-5 ist maximal 80 km/h schnell und besitzt eine Leistung von ca. 1.750 PS.

Weitere Informationen unter www.vse-eisenbahnmuseum-schwarzenberg.de/Eisenbahnverkehrsunternehmen.htm

Unser Museumszug ...

... ist seit 1993 beim Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde e. V. (VSE) im Eisenbahnmuseum Schwarzenberg beheimatet. Er besteht z. Z. je nach Bedarf aus zwei Sitzwagen der Gattung Bghw und einem Sitz-/Gepäckwagen der Gattung BDghws, ergänzt um einen Büfettwagen der Gattung Wgr. Diese vier Reisezugwagen wurden in den 1960er/70er Jahren in der DDR in großen Stückzahlen gebaut. Besonders stolz sind wir auf den fünften Wagen (Mitteleinstiegwagen mit Schiebetüren), ein Sitzwagen der Gattung Bgh, gebaut 1956 im Waggonbau Bautzen. Er ist der letzte erhaltene Vertreter von
ehemals 200 dieser Fahrzeuge, die als erste Neubauserie nach dem 2. Weltkrieg bis zum Beginn der 1990er Jahre in der DDR im Einsatz standen. Dieser und der Büfettwagen, in seiner markanten rot-gelben Farbgebung, wurden 1994 vom Schrott weg erworben und in mühevoller Kleinarbeit wieder in den historischen Zustand zurückversetzt.

Weitere Informationen unter http://www.vse-eisenbahnmuseum-schwarzenberg.de/Eisenbahnverkehrsunternehmen.htm

Die Diesellok 112 565-7 ...

... ist in Besitz der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbh (PRESS). Entwickelt in den 1960er Jahren als Streckenlokomotive mit mittlerer Leistung wurde die Lok mit der heutigen Betriebsnummer 112 565-7 im Jahre 1973 gebaut.
Nach einer wechselvollen Geschichte erwarb die PRESS 2007 diese Lok, arbeitete sie betriebsfähig auf und versetzte sie mit der originalen Lackierung, Beschriftung und Beschilderung in den Zustand der 1980er Jahre zurück. 112 565-7 bringt eine Leistung von 1.200 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Im Rahmen der Fahrtangebote der Erzgebirgischen Aussichtsbahn war die Lok im April 2013 und im Juli 2014 im Einsatz.

Weitere Informationen unter http://pressnitztalbahn.com/technik/lokomotiven.html

Kulinarisches an Bord unserer Züge ...

Auf unseren Zügen halten wir ein kleines Angebot an Speisen und Getränken bereit. An den Fahrtagen der Schienenbusse können Sie kalte Getränke und eine Auswahl an Gebäck bzw. Knabbereien erwerben. Bei Einsatz unseres Museumszuges bietet Ihnen das Team unseres Büfettwagens ein erweitertes Imbissangebot an kalten und warmen Speisen und Getränken.

Besonderen Wert legen wir dabei auf das Angebot regionaler Produkte – genießen Sie so z. B. an Bord aller Züge der Erzgebirgischen Aussichtsbahn ein leckeres Erzgebirgsbier aus der Privatbrauerei Fiedler in Scheibenberg. Prost!

Der moderne Triebwagen ...

... VT 642 der Erzgebirgsbahn mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120km/h wurde von Siemens hergestellt, verfügt über 110 Sitzplätze und kommt vorwiegend auf nichtelektrifizierten Strecken im Regionalverkehr zum Einsatz. Seit 2003 verkehren 16 moderne Dieseltriebwagen dieser Baureihe auf dem Streckennetz der Erzgebirgsbahn. Zur modernen Ausstattung des Triebzuges gehören klimatisierte und geräusch-gedämmte Fahrgasträume, ein computergesteuertes Fahrgastinformationssystem, in dem die Haltestellen angesagt und im Innenraum optisch angezeigt werden und eine behindertengerechte Toilettenanlage. Der VT 642 ist in verschiedene Ebenen aufgeteilt. So befindet sich im Einstiegsbereich ein Niederflur-Bereich, welcher genügend Platz für Kinderwagen und Fahrräder bietet und Reisenden mit eingeschränkter Mobilität ein bequemes Ein- und Aussteigen ermöglicht. Die bei der Erzgebirgsbahn eingesetzten Triebwagen wurden 2005 nachträglich mit Schiebetritten ausgerüstet, um so die Lücke zwischen Fahrzeug und Bahnsteigkante zu schließen.

Weitere Informationen unter www.erzgebirgsbahn.de


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